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Im Brennpunkt: Versicherungsbetrug

Versicherungsbetrug ist von grosser volks- und betriebswirtschaftlicher Relevanz.

Versicherungsbetrug als milliardenschweres Thema beschäftigt die Versicherer weltweit intensiv. Der Schweizerische Versicherungsverband wie auch das Comité Européen des Assurances haben die Betrugsbekämpfung zum vorrangigen Thema erklärt. In den USA nimmt Versicherungsbetrug in der Gruppe der kostspieligen Kriminalität bereits den zweiten Rang ein. Versicherungsbetrug ist – auch in der Schweiz – zu einem gesellschaftlichen Phänomen von grosser volks- und betriebswirtschaftlicher Relevanz geworden. Er gefährdet letztlich das Prinzip der Assekuranz, das auf Solidarität und gegenseitigem Vertrauen aufbaut.

Hohe Betrugsfälle
Präzise Aussagen über das finanzielle Ausmass sind nicht möglich. Das liegt in der Natur der Sache. Schätzungen und Hochrechnungen lassen aber doch den Schluss zu, dass in der Schweiz mindestens zehn Prozent der Schadenzahlungen betrügerisch erwirkt werden. Das bedeutet für die Versicherer – und für alle ehrlichen Versicherten –, dass sie jährlich um rund CHF 1 Mia. betrogen werden. Auf die Helvetia Patria Schweiz bezogen ist allein für ihr Nicht-Lebengeschäft von über CHF 30 Mio. pro Jahr auszugehen. Betroffen ist aber auch das Lebengeschäft, und hier vor allem die Invalidität. Diese Dimensionen sind inakzeptabel.

Versicherungsbetrug und die Bereitschaft dazu haben in den letzten Jahren enorm zugenommen. Der Trend hält an. Das belegen Studien und Meinungsumfragen im In- und Ausland. Die Gründe dafür sind vielfältig, was die Problematik zusätzlich erschwert.

Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt
Die umfassende Deregulierung und die Entwicklung der Finanzmärkte haben die Situation der Assekuranz grundlegend verändert. Kostensätze und Schadenquoten haben eine noch zentralere Bedeutung übernommen. Dementsprechend haben auch der Versicherungsbetrug und seine Bekämpfung einen neuen Stellenwert erhalten. Überdies hat der soziale Druck seitens der Öffentlichkeit zugenommen: Versicherer, die nichts gegen Versicherungsbetrug unternehmen, werden nicht mehr einfach als Opfer betrachtet, sondern vielmehr der Komplizenschaft bezichtigt. Auch wehren sich die vielen ehrlichen Versicherten zu Recht und zunehmend dagegen, über ihre Prämien Betrügereien mitfinanzieren zu müssen. Laut Meinungsumfragen erwarten über 90 Prozent der Versicherten, dass Versicherungsbetrug konsequent bekämpft wird.

Auch die Strafbehörden schlagen eine zunehmend härtere Gangart ein. Versicherungsbetrug ist ein Offizialdelikt und wird heute meist mit längeren Freiheitsstrafen geahndet. Die Zeiten, da Versicherungsbetrug als blosses «Kavaliersdelikt» betrachtet und bestraft wurde, sind endgültig vorbei.

Gabriela Krapf Sängerin und Songwriterin, Zürich
Tief im Untergrund hat sie angefangen. Seit ihrem ersten Album «Five Feet Underground» (2001) kam «Panorama» (2003) dazu. Unterdessen ist Gabriela Krapfs Stimme nicht nur in ihrer Heimat des Appenzellerlands zu hören. Bis ein Cocktail aus Easylistening, Latinjazz und Pop so prickelnd aus der Kehle strömt, ist solide Arbeit zu leisten. Ihr Können bringt Gabriela Krapf von ihrem Studienabschluss in Wien und Amsterdam mit. Also Ohren auf: Bald könnte sie mit ihrer Lieblingsformation Lobith für ein grenzenloses Aufhorchen sorgen.