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Das Risikomanagement

Neue Risiken wurden zur Herausforderung für die Versicherungsbranche.

Die Versicherungsindustrie wurde in den letzten Jahren mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Neue Risiken, in Art oder Umfang bislang nicht gekannt, sind zutage getreten. Gleichzeitig hat der Konkurrenzdruck, in Verbindung mit der ungünstigen Entwicklung der Kapitalmärkte, die Kapitalbasis der Versicherungsindustrie nachhaltig geschwächt: Sie hat an Risikofähigkeit verloren.

Die Aufsichtsbehörden tragen dieser Entwicklung Rechnung, indem sie das regulatorische Umfeld in Europa auf eine Basis zu stellen versuchen, welche die Versicherungsunternehmen zwingt, ihr Geschäft risikogerecht mit Kapital zu unterlegen (Solvency II).

Neuorientierung der finanziellen Führung
Die Helvetia Patria Gruppe reagiert auf diese Entwicklungen mit einer Anpassung ihres Risikokonzeptes. Anstelle einer am Volumen orientierten Strategie wird in Zukunft konsequent auf Ertrag in Relation zu dem durch das Geschäft gebundenen Risikokapital gesetzt. Diese Ausrichtung hat zum einen ein qualitatives Wachstum zum Ziel (Risiko als Chance) und soll zum anderen einer Überbeanspruchung des vorhandenen Kapitals vorbeugen und die Existenz der Helvetia Patria nachhaltig sichern (Risiko als Bedrohung). Untenstehende Grafik illustriert diesen Zusammenhang.

Ausgangspunkt bildet die Strategiefindung
Daraus leitet sich der Bedarf an Eigenkapital ab, der nötig ist, um die im Rahmen der Strategie vom Versicherungsgeschäft eingegangenen finanziellen Risiken zu tragen (dem Geschäft alloziertes Eigenkapital).

Das Kapitalmanagement stellt sicher, dass das vorhandene Eigenkapital ausreicht, diesen Bedarf zu decken, und dass der angestrebte Eigenkapitalüberschuss erreicht wird. Das Kapitalmanagement koordiniert dazu sowohl die gruppenweiten Absicherungsmassnahmen, wie Rückversicherung und derivative Instrumente, als auch Massnahmen zur Risikobeschränkung (Limiten).

Die Anlagestrategie ist grundsätzlich – im Sinne eines
Asset-/Liability-Managements (ALM) – risikominimierend, d.h. gematched. Sie kann allerdings im Rahmen der Risikotragfähigkeit des Eigenkapitalüberschusses zusätzliche Risiken eingehen (den Anlagen zugeordnetes Eigenkapital). Daraus leitet sich im Wesentlichen die Anlagestrategie (Asset Allocation) ab.

Die vollständige Umsetzung dieses Konzeptes wird mindestens zwei Jahre beanspruchen. Allerdings sollen Fortschritte, vor allem mit Blick auf die wichtigsten Risiken und auf die Sicherung der Existenz, rasch erzielt werden. Die Umsetzung erfolgt in zwei Schritten.

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