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Interview Walser - Entwicklung 2003

Die Helvetia Patria hat im vergangenen Jahr gut gearbeitet und ein über den Erwartungen liegendes Resultat erzielt. Welche Faktoren sind hierfür massgebend?

Neben einem sehr guten Schadenjahr hat sicherlich die Erholung der Finanzmärkte zu diesem guten Ergebnis beigetragen. Daneben haben wir aber auch operative Verbesserungen erzielt, wodurch die Profitabilität der gesamten Gruppe weiter gesteigert werden konnte.

Österreich und Spanien waren in den vergangenen Jahren jeweils Problemmärkte. Wie sieht die Situation heute aus?

In der Vergangenheit hatten wir in Spanien zwei Gesellschaften: die Previsión Española im Süden sowie die Helvetia CVN im Norden. Während die Previsión Española stets einen operativen Gewinn erzielte, konnten wir mit der Helvetia CVN im vergangenen Jahr erstmals die Gewinnschwelle überschreiten. Die beiden Gesellschaften werden im Laufe von 2004 fusioniert und treten unter dem neuen Namen Helvetia Previsión im Markt auf. Eine einheitliche Leitung, ein einheitlicher Brand sowie ein einheitliches Produktangebot verbunden mit weiteren Kostensenkungen werden dafür sorgen, dass sich die Rentabilität weiter verbessern wird.

In Österreich sieht die Lage etwas anders aus. Der Markt unseres östlichen Nachbars war während den vergangenen Jahren durch einen enormen Margendruck gekennzeichnet. Nach einer Restrukturierung und weiteren Massnahmen sind wir überzeugt, mit unserer Gesellschaft Der ANKER wieder einen angemessenen Gewinn erzielen zu können.

Die Rahmenbedingungen im schweizerischen Kollektivgeschäft haben sich verbessert. Kann nun dieses Geschäft wieder Gewinn bringend betrieben werden?

Wir haben im Geschäftsjahr 2002 CHF 75 Mio. mit dem schweizerischen Kollektivgeschäft verloren. Dank der Reduktion des Mindestzinssatzes von 4 Prozent auf 3.25 Prozent, Prämienerhöhungen bei der Invalidität sowie eigenen Kosteneinsparungen konnte im vergangenen Jahr ein ausgeglichenes Resultat erzielt werden. Für das laufende Jahr haben wir zudem weitere Massnahmen eingeleitet, so dass wieder mit einem positiven Gewinnbeitrag zu rechnen ist. Einerseits wurde der Mindestzins nochmals reduziert und näherte sich mit 2.25 Prozent der durchschnittlichen Verzinsung der risikolosen Bundesobligationen an. Andererseits waren wir gezwungen, die Prämien infolge ungenügender Resultate im Risikobereich auf breiter Front zu erhöhen. Die Anpassung des Umwandlungssatzes erlaubt es, die verlängerte Lebenserwartung besser zu berücksichtigen.

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