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Spanien

Die spanische Wirtschaft entwickelte sich gut.

Im vergangenen Jahr entwickelte sich die spanische Wirtschaft erneut besser als die ihrer europäischen Nachbarn. So ist das spanische Bruttoinlandprodukt (BIP) mit 2.7 Prozent sogar stärker als in der Vorjahresperiode gewachsen. Dieses gute Ergebnis wurde insbesondere dank der guten Verfassung des Immobilienmarktes sowie dem hohen Niveau des Privatkonsums erreicht. Die Kehrseite dieser guten Bilanz ist der hohe Verschuldungsgrad der spanischen Familien, welcher die Sparquote negativ beeinflusst hat.

Die in den letzten Jahren nur unvollständigen Anpassungen der spanischen Altersvorsorge unterstützten das Lebengeschäft im vergangenen Jahr nur punktuell. So sind, gemäss den ersten Schätzungen des spanischen Versicherungsverbandes, die gebuchten Prämieneinnahmen im Lebengeschäft um 33.6 Prozent gesunken. Jedoch sind gewisse gesetzliche Umstellungen zu berücksichtigen, die in den Vorjahren ein grosses Wachstum bei den Einmalprämien im Kollektivgeschäft verursacht haben.

In den Nicht-Lebensparten ist eine Mentalitätsänderung der Spanier bezüglich ihres Bedarfs an Versicherungsschutz erkennbar, wie die kontinuierlich hohen Prämienwachstumsraten Jahr für Jahr zeigen. Mit einer Erhöhung von 9.4 Prozent der Jahresprämien – gemäss Einschätzung des Versicherungsverbandes – für das gesamte Nicht-Lebengeschäft bestätigte auch das vergangene Jahr diesen Trend. Zudem verzeichneten die Nicht-Lebensversicherer im Durchschnitt eine Verbesserung des schon guten technischen Ergebnisses vom Vorjahr.

So bietet sich für die spanische Assekuranz eine gute Ausgangslage für eine weiterhin positive Entwicklung. Davon werden diejenigen Versicherungsgesellschaften am meisten profitieren, die dank moderner und straffer Geschäftsprozesse in der Lage sind, effizient die zunehmenden Qualitätsansprüche ihrer Kunden zu erfüllen. Zugleich verspricht diese Situation eine Fortsetzung des Konzentrationsprozesses, der auch im vergangenen Jahr angehalten hat.

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