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Schweiz - Prämienentwicklung

Rückversicherer setzten höhere Prämien durch.

Risikogerechte Prämien sind unabdingbar
Nach einer eigentlichen Prämienerosion im Nicht-Lebengeschäft in den Neunzigerjahren nutzten die Rückversicherer die jüngsten Naturkatastrophen und Terroranschläge dazu, am Markt wieder höhere Prämien durchzusetzen. Diese Entwicklung hat auch unserem Firmenkundengeschäft etwas Schub verliehen. Dazu kam die Einsicht, dass zur Vermeidung weiterer Verluste etwa in der Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung risikogerechte Tarife unabdingbar sind.

In diesem Umfeld hat die Helvetia Patria ihre Strategie konsequent fortgesetzt: Wir wollen uns auf unsere Kernkompetenzen rund um Versicherung und Vorsorge besinnen und diese gezielt ausbauen.

Erfreuliches Prämienwachstum
Das Prämienwachstum bei den Lebensversicherungen entsprach weitgehend unseren Erwartungen. Im Einzelleben-Geschäft konnten wir bei den Einmalprämien den sehr hohen Vorjahreswert nochmals übertreffen (+0.7 Prozent) und auch bei den periodischen Prämien (+1.7 Prozent) zulegen. Wir werten dies als Ausdruck eines anhaltenden Interesses für die Selbstvorsorge, als Anerkennung unserer marktfähigen Produkte sowie unseres qualitätsorientierten Vertriebs und einer unvermindert grossen Nachfrage nach Anlagen mit Zinsgarantien und verlässlichen Überschussprognosen. Allerdings sahen auch wir uns gezwungen, die Garantien sowie die Überschussprognosen nach unten anzupassen. Dies hat zu einer starken Abflachung des Wachstums im zweiten Halbjahr geführt. Nach dem starken Wachstum der letzten Jahre wurde im schweizerischen Kollektivgeschäft der Ausbau gezielt gebremst. Während das Sterblichkeitsresultat weiterhin erfreuliche Gewinnbeiträge liefert, vermag das Invaliditätsergebnis nicht zu befriedigen. Dieses Defizit konnte dank striktem Kostenmanagement teilweise wettgemacht werden. Dem Überschussfonds haben wir zugunsten unserer Versicherten CHF 93.1 Mio. entnommen und CHF 67 Mio. zugeführt.

Gutes Schadenergebnis
Im Nicht-Lebengeschäft wurde mit einem Plus von 4.1 Prozent das Prämienziel übertroffen. Erfreulicherweise haben dabei alle Branchen zugelegt, wobei ein grosser Teil des Wachstums auf die rentablen Bereiche Sach-, Technische und Transportversicherungen entfällt. Von ausserordentlichen Schadenereignissen glücklicherweise verschont geblieben, konnten wir überdies einmal mehr vom vorteilhaften Portefeuillemix und einer vorsichtigen Zeichnungspolitik profitieren. So hat sich insbesondere auch die Ertragslage im Motorfahrzeuggeschäft markant verbessert. Dies und weitere Fortschritte in der Reduktion der Betriebskosten schlagen sich in einer nochmals deutlich verbesserten Combined Ratio netto (Summe aus Schaden- und Kostensatz ) von 97.7 Prozent nieder.

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