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Das Marktumfeld

Die europäische Wirtschaft verzeichnete ein schwaches Wachstum.

Die Konjunktur hat sich im vergangenen Jahr in den Industrienationen auf schwachem Niveau entwickelt. Die schweizerische Volkswirtschaft zeigte ein annäherndes Nullwachstum. Die spanische Ökonomie entwickelte sich im Berichtsjahr leicht besser als die ihrer europäischen Nachbarn, aber auch in Frankreich und Österreich fand ein langsamer Wirtschaftsaufschwung statt. In Deutschland konnte sich die Versicherungsbranche trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes stabilisieren, und der Versicherungsmarkt in Italien wuchs gemäss Schätzungen um rund 12 Prozent.

Politische Entwicklungen
In der Schweiz – dem wichtigsten Markt der Helvetia Patria – beherrschte die Debatte rund um die berufliche Vorsorge die Agenda der Versicherungsindustrie und veranlasste die Verantwortlichen in der Politik, einzelne Parameter in der 2. Säule anzupassen.

Eine Reform der Besteuerung der Altersvorsorge ist in Deutschland im Gang. Eine Realisierung dieser Gesetzesänderung hätte im laufenden Geschäftsjahr grössere Umbrüche in der Tarifpalette und gegebenenfalls auch beim Neugeschäft zur Folge. Die Zinsentwicklung am Kapitalmarkt hat das Bundesfinanzministerium dazu veranlasst, zu Beginn des Jahres 2004 den Mindestzins für Lebens- und Rentenversicherungen von jährlich 3.25 Prozent auf 2.75 Prozent zu senken.

Begleitet von grossen politischen Emotionen wurde in Österreich im Jahr 2003 eine Pensionsreform beschlossen, welche die private Altersvorsorge als Ergänzung zur bisher dominierenden staatlichen Pension deutlicher betont. Diese langfristige Initiative soll unter anderem auch zur Stärkung des österreichischen Kapitalmarktes beitragen.

Eine Mentalitätsänderung bezüglich ihres Bedarfs an Versicherungsschutz ist in Spanien erkennbar. Die Bedeutung der Lebensversicherung als langfristiges Anlageinstrument hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dennoch wurde im Jahr 2003 keine wirkliche Vorsorgereform lanciert.

Hohe Volatilität an den Aktien- und Devisenmärkten
Das vergangene Anlagejahr war von konjunkturellen Unsicherheiten geprägt. Im ersten Quartal mussten noch massive Kapitalverluste auf den Aktienpositionen hingenommen werden, und die Zinsen sanken auf einen neuen Tiefstand. Obwohl das tiefere Zinsniveau Kursgewinne auf den Obligationen ermöglichte, konnten diese die Wertverluste auf den Aktien nicht kompensieren. Mit dem schnellen Ende des Irakkrieges trat dann endlich die ersehnte Erholung ein. Innert weniger Wochen wurden Kursgewinne im zweistelligen Prozentbereich verzeichnet. Ab dem zweiten Quartal entwickelten sich die Aktienmärkte durchwegs positiv, und die Aktienkurse erholten sich. Jedoch büssten mit den steigenden Aktienkursen die festverzinslichen Wertpapiere an Terrain ein. Auch die Währungsentwicklung zeigte sich volatil. Während der US-Dollar und das Pfund deutliche Einbussen erlitten, erfuhr der Euro eine markante Aufwertung.

Unberechenbare Naturkatastrophen
Naturkatastrophen und neue Risiken, die in Art oder Umfang bislang nicht bekannt waren, haben in den letzten Jahren zu Verlagerungen im Versicherungs- und Vorsorgegeschäft geführt. Die jüngsten Naturkatastrophen und Terroranschläge veranlassten die Rückversicherer , am Markt wieder höhere Prämien durchzusetzen. Nach dem von hohen Hochwasserschäden geprägten Extremjahr 2002 war das Jahr 2003 von grösseren Naturschäden verschont. Die Lage bei Gross- und Elementarschäden hat sich deutlich entspannt, und es konnte ein Schadenverlauf ohne besondere Grossschadenereignisse verzeichnet werden. Dennoch sind Naturschäden weiterhin ein Risikofaktor, wie die aussergewöhnliche Hitzewelle im vergangenen Sommer zeigt.

In Zukunft werden Naturkatastrophen und ihre Folgen vermehrt an Bedeutung gewinnen. Aufgrund ökonomischer, demografischer und geografischer Faktoren sind die rückversicherten Verluste in den letzten 30 Jahren exponentiell angestiegen. Gemäss einer Veröffentlichung der United Nations Finance Initiative verdoppeln sich die ökonomischen Verluste, die durch Naturkatastrophen verursacht werden, etwa alle zehn Jahre. Der fortschreitende Klimawandel trägt seinen Teil dazu bei. Sollte diese Entwicklung anhalten, werden die Klimaveränderungen für die Versicherungsbranche zu einer ihrer grössten Herausforderungen werden.

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